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Der SV Lintel

Wir, der Schützenverein Lintel, sind ein kleiner ländlicher Verein in der Gemeinde Hude (Landkreis Oldenburg). Wir legen viel Wert auf den Schießsport aber ebensoviel auf Geselligkeit und Traditionspflege. Im wöchentlichem Wechsel finden am Mittwoch die Damen- und Herrenschießabende statt. Es wird mit Druckluftgewehr (10m Entfernung) und Kleinkalibergewehr (50m) in Auflage und Freihand geschossen. Freitags treffen sich die „Freitagsschützen“. Man könnte sagen die "ältere Jugend" zwischen 20 und 50 Jahren. Hier kommt auch die Kleinkaliberpistole auf 25m Entfernung zum Einsatz. Durchschnittlich jeden zweiten Sonntag sind bei uns die Kinder- und Jugendschützen (6-18 Jahre) aktiv. Die Jüngsten (6-11 Jahre) schießen munitionslos mit einem Lichtpunktgewehr Model RedDot der Fa. Disag. Die etwas älteren zwischen 12 und 14 Jahren dürfen dann schon Druckluftgewehr mit Diabolo-Munition schießen. Ab 14 Jahren darf dann auch mit dem Kleinkalibergewehr (22.lr) auf 50m Entfernung geschossen werden. Eine Altersobergrenze ist nicht vorhanden, sodass auch die Generation 80+ gern gesehen ist.

Ein Jahr im Schützenverein Lintel:

Zum Anfang des Jahres gehört -wie in fast jedem Verein- die Generalversammlung, welche immer unter reger Teilnahme stattfindet.

Ende Februar führen wir zusammen mit den beiden anderen Vereinen des "Dreibundes" Hurrel und Hemmelsberg-Altmoorhausen die Dreibundkohlfahrt aus. Das eine lustige Sache und findet reihum in den vier Ortschaften statt. Wer nicht weiß, was eine Kohlfahrt ist, klickt einfach mal HIER.

Schützenfest -das wichtigste Fest im Jahr. Ende April wird das Königsschießen veranstaltet. Hierbei wird das Königshaus des nächsten Jahres ermittelt. Die Schießbedingungen wechseln jährlich, so das viele verschiedene Mitglieder -auch jene die keine Präzisionsschützen sind- im Laufe der Zeit König werden können. Außerdem gibt es Königs- und Adjutantensperren: Herren: 10 Jahre bzw. 3 Jahre; Damen: 10 Jahre; Bei den Schüler und Jugendschützen gibt es Abzug wenn die Königswürde bereits erreicht wurde. Hier die Liste der Königinnen und Könige ab 1924. Das Schützenfest selbst findet immer an Himmelfahrt statt. Gegen 12 Uhr treffen sich fast alle Schützen an der Schießhalle, von dort aus wird zum König marschiert. Beim König findet ein Umtrunk und die Proklamation des neuen Schülerschützenkönig/in und den Adjutanten statt. Wenn der König nicht aus Lintel kommt, kann er seit mehreren Jahren entscheiden, ob er sich an seinem Wohnsitz mit Bussen oder an einer Linteler Ortsgrenze abholen lässt. Zurück auf dem Festplatz klingt der Tag dann früher oder später mit dem einen oder anderen Bier langsam aus. Da unser Schützenfest am Himmelfahrtstag stattfindet, besuchen uns auch regelmäßig diverse Herren- und Damenfahrradtouren, welche teilweise auch ihr ursprüngliches Ziel aus den Augen verlieren... Auf dem Festplatz gibt es Bierbuden (mit Mitgliedern aus dem Verein besetzt), Wurst- und Fischbude, Schiessbude, Hüpfburg,.... .   Am Freitag wird dann, -bis auf die Wurstbude- alles zurückgebaut, um am Samstag den Schützenball mit anderen Vereinen zusammen zu feiern. Auf diesem Schützenball wird, das alte Königshaus verabschiedet und das neue proklamiert. Am Ende des Balls fallen meisten noch ca. 25-30 „Hartgesottene“ beim neuen König und/oder der Königin ein, um Spiegeleier zu Essen. Dies ist mittlerweile zur Tradition geworden, allerdings weiß niemand seit wann das gemacht wird. Wenn man dann nach Hause kommt, wird es meistens schon wieder hell. Hier noch ein lustiger Text zum Thema Zeltfeste. Anmerkung: So schlimm ist es auf unserem und auch den meisten anderen Schützenfesten nicht. Also als Spaßtext zu verstehen.

Zwischen Königsschießen und Schützenfest ist meistens noch der 1. Mai. Auch hier sind wir natürlich wieder aktiv. 3-4 Tage vorher fahren die Männer los um einen Baum und Tannengrün zu besorgen. 1-2 Tage vor dem 1.Mai binden die Frauen aus dem Tannengrün dann einen Kranz, der um den Baum gewickelt wird. Am 1.Mai um 10Uhr wird schließlich die ca. 15-20m hohe geschmückte Birke bei der Schießhalle ohne technische Hilfe aufgestellt. Danach wird mit den „Linteler Dorfmusikanten“ gesungen und später noch Suppe vom örtlichen Partyservice Staab gegessen.

Im Sommer finden die Fahrradtouren der Damen und Herren statt, diese werden vom König und seien Adjutanten bzw. von drei Schützinnen -nach dem Alphabet ausgewählt- organisiert und durchgeführt.

Im Oktober wird bei uns das Schluss- und Aalschießen durchgeführt. Hier werden in verschiedenen Disziplinen Aal-, Fleisch- und Geldpreise sowie diverse Pokale ausgeschossen. Am Abend werden die Preise verteilt und übrig gebliebene Aale, Forellen, Fleisch und Käse versteigert. Bei der Versteigerung werden Preise erzielt, die teilweise jenseits von „Gut und Böse“ liegen. Die oftmals übertrieben hohen Auktionserlöse fallen dem Verein entsprechend als Spende zu.

Am Ende des Jahres finden natürlich auch noch die Weihnachtsfeiern der Jugend, Damen, Herren mit Vogelschießen und der Freitagsschützen mit Charlyclub-Pokalschießen statt.

Zwischen durch sitzen wir übrigens auch nicht immer nur zu Hause, es gibt auch noch diverse Pokalschießen und Schützenfeste an denen wir gerne teilnehmen. Außerdem betreiben wir das Vereinsheim vollständig in Eigenregie, sodass auch sämtliche logistische und infrastrukturelle Tätigkeiten durch Vereinsmitglieder durchgeführt werden.

So das war ein Jahr im SV-Lintel.

Wer einmal Lust hat mal Schießen teilzunehmen ist jederzeit herzlich Willkommen. Wann wir in der Schießhalle anzutreffen sind, ist in den Terminplänen zu ersehen.

 

   Chronik des SV Lintel

 

1892

Der Schützenverein Lintel wird auf Anregung des damaligen Wirtes Heinrich Busch ins Leben gerufen. Gründungsmitglieder waren 14 junge Männer aus Lintel und Hurrel. Der erste "Schießstand" war am Standort der heutigen Linteler Kapelle und bestand nur aus einem Kugelfang. Die umliegenden Landwirte wurden gebeten, ihr Vieh an den Schießtagen nicht auf Weiden in der Nähe des Schussfeldes zu treiben. Mehr Sicherheit gab es nicht!
 1892-1908 Als Preis beim 1.Schießen des Schützenverein Lintel wurden zwei Halb-Liter-Deckelgläser vom Wirt ausgeschossen. In den späteren Jahren dann Gebrauchsgegenstände und Wild. Damit auch Nicht-Mitglieder mitmachen konnten, wurden Lose verkauft, die dann von den Schützen abgeschossen wurden.
1908 Brand im Vereinsheim. Alle Schriftstücke und weitere Gegenstände wurden vernichtet, aber das Schießen ging weiter.
1914 Wegen fehlendem Festsaal wurde das Vereinsheim gewechselt. Es musste ein neuer Schießstand gebaut werden, wovon aber durch den Ausbruch des 1.Weltkriges nichts wurde.
1918 Nach dem Krieg musste der Verein unter Leitung von D.Hoffrogge wieder ganz von vorn anfangen.
1924 Endlich konnte der neue Schießstand gebaut werden. Jedes Mitglied zahlte einen Sonderbeitrag von 12,50 Mark um Steine zu kaufen. An Himmelfahrt wurden dann zwei Schießstände eingeweiht.

Es wurde beschlossen zukünftig den König mit Musik abzuholen und einem Umzug durchs Dorf zu machen. Ebenfalls wurde die erste Königskette angeschafft.

1926 Erstmals wird ein Neujahrsball abgehalten.

Die Vereine Hurrel, Moorhausen (heute Hemmelsberg-Altmoorhausen) und Lintel schließen sich zu einem Dreibund zusammen um sich gegenseitig bei Veranstaltungen zu unterstützen.

1928 Es wird beschossen den Schießstand auf 4 Stände zu erweitern, Mitglieder ab 60 Jahren werden zu Ehrenmitgliedern ernannt.
1929 Der Schießstand wird erweitert.
1930 Für Kinderbelustigung werden 5 Reichsmark bewilligt.
1939 Der Verein stand in voller Blüte als der 2.Weltkrieg ausbrach. Der Schießbetrieb wurde aber nicht eingestellt obwohl schon einige Kameraden von der Wehrmacht eingezogen wurden.
1940-1945 Dem Deutschen Schützenbund wurde gemeldet, dass die Schießhalle mit Kriegsgefangenen belegt war. Der Schießbetrieb wurde auf Nachbarständen durchgeführt. Später musste das Schießen wegen Mitgliedermangel doch noch eingestellt. Das letzte Schützenfest während des Krieges wurde durchgeführt. Das Vereinsvermögen wurde beschlagnahmt und sämtliche Schützengegenstände wurden beseitigt. Es herrschte Waffenverbot. Im Februar 1944 wurde der KK-Stand durch eine Bombe völlig zerstört. 1945 wurde zu allem Überfluss auch noch die Königskette gestohlen.

1945: Auszug aus einer späteren Chronik: "der Verein hat auf längere Zeit aufgehört zu existieren".

1950 Der Schießsport wird wieder aufgenommen. Der Vereinswirt Fr.Knutzen stiftet eine neue Königskette.
1952 Es wurde unter gewaltiger Beteiligung das 60-jährige Bestehen gefeiert. Außerdem wurden in diesem Jahr automatische Schießscheiben angeschafft.
1953 Errichtung eines neuen Schießstandes am gleichen Standort.
1957 Es wird eine Fahne angeschafft und es fand die Fahnenweihe statt
1964 Erneut wurde der Schießstand durch ein Feuer beschädigt und neu aufgebaut. Finanziert -wieder durch Umlage- diesmal 15,-DM.
1967 75-jähriges Bestehen mit Pokalschießen mit den umliegenden Ortschaften.
1968 Das Jugendschießen am Sonntagvormittag wird eingeführt
1973 50m KK-Stand wird um zwei weitere Zuganlagen erweitert.
1976 Erstmals seit 1926 musste der Neujahrsball wegen Unwetter und Katastrophenalarm verschoben werden.
1977 Nach 63 Jahre Unterstützung gibt Familie Knutzen-Lienemann den Gaststättenbetrieb auf und ein neuer Pächter zieht ein.

Die ersten Damenschießabende werden abgehalten.

1978 Der Beitritt der ersten 15 Schützendamen wird auf der Generalversammlung einstimmig angenommen.
1979 Es wird die "Speelkoppel Lintel"  gegründet. Eine Laien-Theatergruppe mit Spielern aus Lintel.
1980 Erstmalig wird der König der Könige ausgeschossen.

Erste Theateraufführung der Speelkoppel Lintel.

1981 Das letzte Mal wird der Schützenball im Dorfkrug Knutzen abgehalten. Ab jetzt werden die größeren Veranstaltungen bei Wicht in Altmoorhausen durchgeführt. Schützenfest im Zelt nahe des Schießstands. An den Übungsabenden erfolgt die Bewirtung intern. "Jeder sorgt für jeden"
1983 Einbruch in die Schießhalle. Es wurden 11 Gewehre und 2 Pistolen gestohlen.
1984 Schützenfest beginnt jetzt nicht mehr am Mittwoch, sondern an Himmelfahrt.
1985 Erneut 2 Einbrüche. 4 Gewehre und Bargeld werden gestohlen. Alarmanlage wird eingebaut.
1986 In Ausführung seiner Ehrenamtlicher Tätigkeit verunglückt der 1.Vorsitzende bei einem Verkehrsunfall auf dem Weg von einer Schützenveranstaltung.
1993 Schützenhalle brennt bis auf die Grundmauern ab. Ausgelöst wurde der Brand im Nachbargebäude wahrscheinlich durch einen defekten Kühlschrank und griff anschließend auf die Schießhalle über
1994 Neubau der Schießhalle hauptsächlich in Eigenleistung durch die Vereinsmitglieder und Dorfbewohner
2014 Neubau eines Anbaus mit Lagerräumen, Sanitärräumen, Pavillon und überdachtem Fahrradstand. Wieder fast komplett in Eigenleistung mit rund 2300 Stunden. Gefördert als private Maßnahme der Dorferneuerung
2015 Neuanlage der Außenanlagen als öffentliche Maßnahme des Dorferneuerungsprogramms
2017 Abriss und Neubau des Luftgewehrstands. Der entstandene neue Raum ist ab jetzt auch als zusätzliche Fläche bei Veranstaltungen zu nutzen. Wieder wurde alles in Eigenleistung durch Dorfbewohner und Vereinsmitglieder errichtet
2017 125 Jahre Schützenverein Lintel und Gemeindeschützenfest in unseren Räumlichkeiten. Rund 70 Schützen aus Lintel und 180 Teilnehmer der sieben Gastvereine. Dazu der Musikzug Burgdorf-Ovelgönne und Fanfarenzug Vorwärts Elsfleth.

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Stand: 16.11.17